Sonntag, 27. Februar 2011

Erster Tag im "Duftenden Hafen"

Tja, wieso Hong Kong eben "Duftender Hafen" heisst weiss ich nun.

Obschon "Duftend" da doch recht weit gefasst ist...

Egal, toll ist es hier allemal! Ich habe nun schon zu Fuss die gegend um's Hotel in Kowloon etwas durchkämmt, und bin mit unserem Customer Eric und seinen Angestelltinnen etwas Sightseeing gegangen: ab unter dem Teich durch, dann nach Stanley und Repulse Bay, dann zurück was feines Cantonesisches essen.

Hier nun also (endlich) ein paar Bilder - zum gross schreiben bin ich momentan zu müde...


Das allererste Hong Kong Bild: Von der Waterfront Richtung City...


In HK wird immer gebaut und renoviert. Natürlich mit Bambus!


Ich und Eric in Stanley. Das mit dem Gegenlicht
muss ich mir merken: so sieht man die Wampe weniger...


Wieso hat dieses Gebäude ein Loch? Anyone?!?
Also Eric selbst wusste es nicht und war erstaunt
ob meiner Erklärung...


Beach von Repulse Bay. Sacht mal: wie warm ist
eigentlich grad in der Schweiz?


Dieser hier...


...und jener sind natürlich für mein Schwesterlein!


Aber auch für mich konnte ich durch Passieren
von Pforten, Traversieren von Brücken, Versenken
von Kleingeld, Rubbeln von Elefantenrüsseln
und Streicheln von Buddha-Bäuchen viel
Reichtum, Erfolg und eine Lebensverlängerung
von 10'000'000 Jahren und drei Tagen ergattern.
(Real results may vary...)


Und schliesslich ging es zurück ins langsam
einnachtende (und somit erwachende)
Zentrum, mit einer Star-Ferry nach Kowloon
rübbe'...


...und ein ganz netter Sonnenuntergang den
ersten Hong Kong Tag vom Schindi zart
ausklingen liess.

Mal abgesehen vom feinen Dinner anschliessend, während dessen wir einen Zoo bestehend aus Gänsen, Hühnern, Krabben, Schrimps, Schweinen, Rindern und Fischen verspeist haben...


Mittwoch, 23. Februar 2011

Der Herr der Koffer

Es ist ja nicht das erste Mal das ich reise. Für einen R&D-Menschen - eine Subspezies die eigentlich immer zu Hause sitzt und neue Werkzeuge und Geräte entwickeln sollte - reise ich sogar sehr viel...

Im Jahre 2009 etwa war ich auf 19 Auslandseinsätzen ganze 42.9% meiner Arbeitszeit im Ausland. Das waren immerhin 35.8% des Jahres. Und dabei wurden auch noch 12 Wochenenden zumindest angeknickt. Da hab ich schon mal scherzhaft auf die Frage, wo ich denn meine nächsten Ferien geplant habe, mit "irgend etwas neues, exotisches, was ich nicht kenne - vielleicht Schweiz!" geantwortet.

Das folgende Jahr 2010 wurde dann etwas ruhiger: "bloss" noch 26.2% der Arbeitstage und 16.3% des ganzen Jahres verbrachte ich für die Firma im Exil, und es wurden auch nur noch 8 Wochenenden davon tangiert.

Das waren fast gleichviel Missionen wie 2009 (nämlich 17), aber halt jeweils etwas kürzer: Hach, sie werden so schnell erwachsen, die Kunden! *TränchenDesStolzesRausdrück*

Dieses Jahr waren es auch schon 4 Einsätze und ganze 64.6% der bisherigen Arbeitstage: Paris, Lyon, Lyon, Solingen. Und Hong Kong coming up!

Imposant sind auch die Strecken die ich bisherfür die Bude zurückgelegt habe: 2009 bin ich 21'350km, letzes Jahr 18'300km und heuer bisher 2'600km mit den Geschäftsautos (und einem KIA...) unterwegs gewesen. Ganze 42'250 Kilometer - ich bin also schon um die ganze Welt gefahren! Sogar noch ein bisschen weiter!!! Dabei habe etwa gleichviel Diesel und Benzin verbraten wie damals Kerosin bei meinem Hunterflug, nämlich etwa 3500 Liter. Irgendwie hat letzteres aber mehr Spass gemacht...

Speziell bewusst wieviel man reist wird einem vor allem auch wenn man das Thema Koffer betrachtet: ich habe bei mir drei Stück immer parat, je nach Dauer des Aufenthalts halt klein, mittel oder gross (plus jeweils Laptop/Dokumente-Koffer und je nach dem auch eine von zwei Werkzeug-Kisten). Dazu kommen oft noch kiloweise Schokolade, Snacks, Ladegeräte und so Zeugs.

Ehrlich, es lohnt sich gar nicht den ganzen Karsumpel nach der Wäsche jeweils in den Schrank zu räumen! Besser gerade zurück in den Koffer. Oder den anderen. oder doch diesen? Naja, Textil-Tetris halt.

Irgendwann weiss man ja was man braucht und was nicht. So kann man sich in meinem Entrée aktuell vor lauter Koffer kaum bewegen!

Dieses Mal wird es speziell lustig: Personal Stuff für 2 1/2 Wochen in der Fremde UND ich muss im Koffer auch noch etwas Werkzeug, ein paar Ventile, etwas Kabel, Schlauch und eine oder sogar zwei über 3kg schwere Aluplatten plus Kleinteile mitnehmen. Bei einer Gepäcklimite von 20kg bei der Swiss. Ich glaube
ich bräuchte eher 'ne Antonov oder wenigstens 'nen C-17 oder so. Ich hoffe die Typen an den Flughäfen a) verhaften mich nicht, b) lassen mich ins Flugzeug, c) lassen mich am Zielort auch wieder aus dem Flughafen raus...

Also. Was brauchen wir denn dieses Mal: Package "Big" für Temperatur-Range "Spring" (15-25°C), Electronics-Suite "Multirole" (2 Ladegeräte, Laptop, DigiCam, EBook-Reader, Steckdosen-Adapter, MP3-Player, CardReader). Special Equipment: Adressen für Postkarten, Messwerkzeug für T-Shirts für die Nichten, ein, zwei Sackmesser als Souvenirs, etwas Toblerone, Sonnebrille, Werkzeug und Installationsmaterial...

Ich glaube jetzt könnte ich wirklich einen Kofferträger gebrauchen.

Anyone?


Auslegeordnung...

Edit: also es waren total genau 29.4kg Gerümpel...

Dienstag, 15. Februar 2011

Es geht wieder los!!!

Um, das stimmt eigentlich nicht ganz, ich bin nämlich seit Mitte Januar wieder ziemlich auf der Piste, aber jetzt geht's mindestens wieder los mit dem Blog! War ja lange Zeit still auf "Schindi in Paris", und der Titel ist eh auch daneben zumal ich auch andere Destinationen habe - aber dazu später mehr. Auch mit Bildern, versprochen!

Als erster Neueintrag kommen ein paar Schnipsel (nicht Schnitzel - die hol ich mir gleich anschliessend...) die ich letztes Jahr zusammengetragen habe. Tsss, was so alles in einem Connectophon Platz hat.

Mal schauen...

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Ich habe festgestellt dass wir als Individuen - speziel
l aber auch als Spezies - immer nach Grenzen und Limiten suchen, anstatt nach Öffnungen und Möglichkeiten. Wir sollten wirklich mehr auf den guten alten J. Livingston hören. Aber wer glaubt heutzutags schon einer Möve, heute in der Zeit in der niemand mehr "fliegt"...

Beobachtet uns doch mal: Wenn wir mit einem Problem konfrontiert werden sind wir es uns gewohnt, schleunigst kehrt zu machen und, vielleicht ein lustiges Lied pfeifend, in die andere Richtung loszueilen anstatt das Problem direkt anzugehen und zu bewältigen zu versuchen.

Scham? Angst davor blöd dazustehen und g
egen das "schier Unmögliche" anzukämpfen?

Das Annehmen einer Herausforderung nicht als unüberwindliches Hindernis, sondern als wahre Möglichkeit zu leben und das leben zu erfahren, tja das ist eine Lektion die mir jemand anders beigebracht hat. Oder mich zumindest darauf hingewiesen hat...

Ist ja so: Die besten Lehrer die wir haben können sind nicht die, die uns Neues vermitteln, sondern jene die es schaffen die Pforten zu unserem eigenen, uns angeborenen Potential zu öffnen. Die die uns z
eigen dass das was wir wirklich benötigen ja bereits in uns drin steckt.

Wissen alleine ist bloss nackte kalte Information die man gerade so gut irgendwo nachschauen oder runterladen kann. Nichtssagende Daten, die nur dann an Wert und Nutzen gewinnen wenn wir sie damit in V
erbindung setzen können was wir bereits wissen.

Aber das wisst Ihr ja sicher alle schon...

HA! Seht Ihr?!? Es funktioniert!!!

(Schindisophie aus den Vororten von Paris, ca. Mitte juni 2010, inspiriert durch R.B., M.R. und, ahahaha, etwa 1.2 Liter Bier...)

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Soviel mal zum Anfang. Weiter gehts dann mit neuen Erfahrungen aus Lyon, Solingen, auch mal hin und wieder ein Portiönchen
Paris hier und da, und dann bald auch schon grosskalibrig aus Hong Kong.

Stay tuned!