Samstag, 19. März 2011

Im Ocean Park

Sonntags gings in den Ocean Park, eine Erlebniswelt mit natürlich marinem Thema, dessen Eingang so aussieht:


Der Park bietet für allem für die jungeren Besucher natürlich einiges zu sehen, zu erleben und zu entdecken. Es gibt grosse Springbrunnen, Fesselballoon, riesige Spielplätze und Souvenirs in allen erdenklichen Stilrichtungen. Dieses blaue Ei ist übrigens der Aquarienteil selbst:


Drin ist das Fotografieren von Tieren (ha, das reimt ja!) sehr schwer, da es recht Dunkel ist und ein Haifisch schnell vorbei isch. So habe ich mich hier auf einen Shot des Tunnels unter dem Aquarium entschieden:


Und als einigermassen doch noch gelungenes Tierchen-Bild gibts diesen netten Fintentisch...


Neben dem Aquarium gibts aber auch noch Ausstellungen anderer Tiere, wie Pandas, Ottern, Goldfischen oder, wie hier, Alligatoren. Dies hier die nicht-unheimliche Variante - die unheimliche kommt später...


Nanü? Gnomeregan?!? Vom Haupteingangsteil mit Aquarien und so zum weiter entfernten Freizeitpark-Teil führen Shuttelbusse, eine Gondelbahn und eine U-Bahn. Letztere wird gerade gewartet und ist geschlossen, sieht aber eben sehr gnomig aus, oder?


Ich ging dann aber eben mit der vierspurigen (!!!) Gondelbahn ans andere Ende: 

Im Freizeitpark-Teil stehen ein paar recht abenteuerlich anmutende Bahnen und so Zeuchs, speziell anmächelig weil sie eben schon AUF dem Berg sind. Ist natürlich nichts für mich - lieber 'nen entspannenden Hunterflug...


Oder diese scheinbar durchs Leere fahrende Bahn hier:



Zurück bin ich dann mit der zweitlängsten Rolltreppe der Welt (von Otis, so 'ne Blasphemie aber auch...) runter zum Hintereingang:


Und da unten steht dann dieschon angedrohte unheimliche Variante des Alligators: ein Raubreptil mit Lätzchen um finde ich irgendwie, naja...


Dafür ist dieser grosse Kleine Pandabär umso süsser! Irgendwie erinnert mich der an meine Nichte Luana, oder!


Und damit war dann auch mein Ocean Park Besuch am Ende - ebenso wie ich und meine Füsse...



Dienstag, 15. März 2011

Auf dem Weg der Sterne

Letzten Samstag bin ich - mal wieder -  über die "Avenue of Stars" geschlendert, dem Asiatischen Abbild des berühmten "Walk of Fame" in Hollywood. Und habe natürlich einige mir völlig unbekannte Asiatische Stars einbetoniert gefunden, aber auch solche die man auch im Westen kennt, wie etwa Jet Li oder Chow Yun Fat.

Aber gehen wir erst mal los, ja?

Damit man auch merkt dass man auf der AoS ist haben die Chinesen diese Skulptur gepflanzt. Ihr seht also, nicht nur ich hab 'ne grosse Klappe...


Vor diesem blechernen Herrn stehen die Touris regelrecht Schlange um sich gemeinsam mit ihm ablichten zu lassen. Ich hab mich deshalb auf die obere Hälfte beschränkt...


...aber mir ist diese Dame hier sowieso mehr aufgefallen. Die aber wie auch Bruce unheimlich reinhauen kann! Dabei hat sie soooo kleine Hände...


Oh, dann noch eine etwas bearbeitete Aufnahme der Skulptur der von Celluloid eingewickelten Filmmuse (oder so) :


Cool, eh? Hier aber noch das Original:



Nachher bin ich über Star Ferry Pier und Ocean Center in Richtung Austin Road  und dann zum ICC gewandert. Junge Junge was sich da an der Waterfront eins Leute tummeln! Fast kein Durchkommen da am Pier. 

Egal, richtung West-Kowloon wurde es dann wieder ruhiger da es keine Shops mehr hat. Ich glaube das war die einzige Gegend in der ich kein Starbucks gesehen habe...

Ehm nein, das folgende ist NICHT das Kantonale Strassenverkehramt, sondern die Primarschule an der Canton Road!


Auch in Kowloon stehen imposante Gebäude, wie etwa dieses hier das gerade ein anderes zu verspeisen droht:

Oder natürlich das grösste Gebäude (im Moment) in Hong Kong überhaupt: das International Commerce Center mit satten 484 Metern Höhe! Und einem Fesselballoon daneben der auf läppische 100m steigen kann:


An diesem von vielen Einheimischen, aber komischerweise relativ wenigen Touristen besuchten westlichen Ecken Kowloons hat es sehr viele Fotografen, die Models in verschiedensten Posen und Settings ablichten. Auch mehrere Hochzeiten und Schulabschlüsse werden hier abfotogriafiert. Ich hab mir hier mal die Kleine mit dem Kleinen Schwarzen zusammen mit ihrer Entourage als Sujet gewählt...


Tja, das wärs dann für den Samstag gewesen! Eigentlich hätte ich gerne noch den Sonneuntergang an diesem Zipfel von Kowloon fotografiert, aber in der dichten, feuchten und versmogten Luft von Hong Kong verabschiedet sich die Sonne leider schon bevor es zu einem schönen Sonnenuntergang kommen kann...

The Light Fantastic

Das also hat er gemeint, der Terry Pratchet - einer meiner absoluten Lieblingsautoren! Das Licht der Fantasie!!!

Nun, ich habe noch ein bisschen mit den Belichtungseinstellungen und mit der Grafikbearbeitung rumgespielt, und folgendes herausgebracht:


In Echt ist es natürlich viel eindrücklicher, aber was will man machen...


Sonntag, 6. März 2011

Einem Lichtjahr ähnlich...

Ich darf ihn hier wahrscheinlich gar nicht nennen, den Namen dieser Bude.

Wäre ja unlauterer Wettbewerb oder so.

Mindestens Schleichwerbung.

Vor allem in den Augen derer die wissen dass ich einen Grossteil meiner Dissertation in einem Etablissement eben dieses jenen Global-Players in der Nahrungs- und Genussmittel-Industrie (ja manche sagen sogar Drogenmilieu...) geschrieben haben.

Dann muss ich es halt in diesem Text umschreiben mit einem Potter'schen "You know who..." (im Folgenden kurz YKW).

Was? Ihr wisst immer noch nicht, welche Bude gemeint ist?!?

Na hilft es wenigstens wenn ich die gute alte Kara Thrace in die Runde werfe? Also nur im übertragenen Sinn, nicht wirklich. Sonst haut sie mich wohl noch...
Nein?

Egal. Ihr kommt sicher noch drauf.

Also, ich würde fast wagen eine leckere Wette mit Euch einzugehen!

Was mich davon abhält ist lediglich die extrem grosse Gefahr für meine Person, denn ich würde entweder a) platzen, b) an einer Koffeinvergiftung ablöffeln oder c) ins diabetische Koma fallen, bevor die Wette erfüllt ist.

Wetten dass ich es schaffe vom nördlichsten Ende Kowloons quer durch Hong Kong bis in den Südlichsten Zipfel Stanleys zu reisen, regelmässig an einem Kaffegetränk nippend?

Will heissen ich kann in einem YKW einen Kaffee "to go" kaufen, "mobil-käfelend" losmarschieren und im nächsten YKW noch einen neuen Kaffe beziehen, bevor der andere leer ist, und dies weiter und weiter bis durch den ganzen Grosstadt-Dschungel...

Ja und das selbst in der kleinen Variante "Tall"! Mit einem "Grande" könnte man sogar jeweils ein YKW und mit einem "Venti" sogar zwei YKW's überspringen, so dicht sind die hier angesiedelt.

Unglaublich, aber ist wirklich wahr!

Ich glaube ich führe eine neue Distanzeinheit ein - und jeder in Hong Kong wird sie sofort verstehen. Und wie das Lichtjahr ist es eine Distanzangabe die aus einer bekannten Zeit und einer bekannten Geschwindigkeit eine Distanzangabe generiert:

Man messe also die Distanz die ein Standard-Schindi im Stadt-Fussverkehr bei Raumtemperatur und praktisch auf Meereshöhe zurücklegt während er einen Tall Vanilla Latte konsumiert.

Also das macht 0.355 Liter in 8.4 Minuten und PLOP, da ist der nächste YKW!

Hmmmm, das ganze bei 5km/h...

Also 0.7km entsprechen somit 1 Starbucks.

Ooops, jetzt hab ich's doch gesagt...


Peak-aboo...

 

Ganz schön schwindelig kann es einem in Hong Kong schon am Boden werden, wenn man vor einem der vielen Wolkenkratzer steht und der Fasade entlang in den Himmel schaut. Einfach nur WOW!

 
Gebaut wird immer und überall, aber nicht nur hoch, sondern auch runter - und dies ist in dieser Stadt mindestens ebenso eindrücklich. Dies wird glaubs mal ein Tunnel:





Man kann in Hong Kong aber die Hochhäuser auch etwas leicht überhöht betrachten, nämlich vom Peak aus! Dieser mit einer langen Standseilbahn erreichbare und gut erschlossene Aussichtspunkt (heisst hier inkl. grossem Shopping-Center und allen erdenklichen Restaurants, Fastfood- und Kaffemix-Ketten...) ist eines der beliebtesten Ausflugsziele hier.
 


DAS nenn ich Fliegen - und zwar perfekten Formationsflug
mit dem Boden, minutenlang an der EXAKT selben Stelle im
böigen Aufwind - Respekt!!!



Da oben habe ich mir nach überall leicht verdattertem und mulmigen hoch- und runterschauen einen feinen Z'abig verdient: die Steak/Shrimp-Combo in der iiiiirgend einen bekannten Hollywood-Film (welcher denn nun schon wieder...) gnadenlos ausschlachtenden "Bubba Gump" Shrimp-Restaurant, dazu ein feines Bierchen (mit Souvenirglas...).

So fertig jetzt! Ich bin am Essen...



No Strings attached...

Nun, hier mal ein kleiner, leicht nachdenklicher bis fast provokativer Textbeitrag aus dem Fernen Osten.

(Insider-Intermezzo: Ihr wisst ja auch woran man merkt das es wirklich "Ferner Osten" ist, ja? Die etwas näher gelegene Gegend würde man "Sehr naher Östen" nennen... Hahahaha!!!   Umm. Sorry.)

Was sieht man so wenn man abends durch die Strassen von Kowloon schlendert?

Natürlich Tonnen von Leuchtreklamen in verschiedenen Farben und in Englisch und Mandarin. Da hats auch ein paar ganz nette darunter: Bei "Woo Ping" muss ich immer an Monthy Pythons "Knights-who say-Ni!" denken und schmunzeln, und verbissen suche ich noch nach einem Shop namens "Fook Yu" oder sowas in der Art. "Luk Fook" gibts wirklich, bietet übrigens aber keine Peepshows an sondern ist eine grosse Schmuckladen-Kette...

Es gibt natürlich auch sehr viele Uhren- und Schmuckshops mit den für uns bekannter tönenden Helvetischen Marken, aber auch Kosmetikläden und so zieren sich mit Matterhörnern, Armbrüsten und Swiss-Siegel. Habt Ihr gewusst dass es sogar eine Schuhmarke Swiss gibt?!? Oh, Bally gibt's natürlich an der Nathan-Road auch, und wirkt ziemlich nobel und schicki-micki. Naja.

Was rund 50% der Trottoirgemeinschaftsmitglieder will ist mir entweder einen Schneider oder eine Fussmassage andrehen (ob  dabei die Füsse massiert werden sollen oder mit Füssen massiert wird ist mir ehrlich gesagt nicht sooo ganz klar...) - das muss ja nicht sein.

Aber nach langem, belanglosem Kreisen nun zum eigentlichen Thema: Stadtmenschen...

In einem Star Wars-Roman von Aaron Alston hab ich mal eine Zeile gelesen die mir hier in Hong Kong immer wieder in den Sinn kommt. Dabei ging es um die Bewohner von Coruscant - die Nerds kenne dies als den Zentralplaneten des galaktischen Imperiums und einem Planeten der ausschliesslich aus Stadt besteht (ich hab in einem vorherigen Beitrag schon kurz drauf angesprochen...) - und beschreibt wie die Bewohner ob der opressiven, alles überwuchernder Architektur immer sehr gedrungen und paranoid wirken. Völlig entkoppelt von der Natur halt.

Hier in Hong Kong fallen mir immer wieder die vielen Chinesinnen auf, die genau in dieses Schema passen. Chinesen natürlich auch, aber die fallen mir verständlicherweise weniger auf, hehe.

Also das aktuelle Schönheitsideal hier in Hong Kong scheint schwer auf der Seite mager und überschminkt zu liegen. Immer sehr modisch und oft schrill -  und trotzdem audruckslos zurückgezogen. So wirken diese - zugegebenermassen auch attraktiven - Damen wie traurige Marionetten, deren Fäden durchgeschnitten wurden.

Scheint das von aussen nur so? Interpretiere ich das als Aussenstehender einfach völlig falsch? Sind deas nun Unterschiede zwischen Stadt und Land? Ost, West? Alt, Jung?

Ich weiss es nicht, muss mich aber mal achten ob es mir anderswo auch so sehr auffällt.

Ok! Das war's! Als nächstes gibts dann wieder was mit Bildern!

Kleine Nachtmusik

Gar nicht so einfach, mit einer handelsüblichen Normalkamera die spezielle "Hong Kong by Night"-Atmosphäre einzufangen. Ach was sag ich denn da - es ist schlicht unmöglich!

Das Zusammenspiel zwischen Licht und Dunkelheit, Farben und Kontrast steht bei der Architektur Hong Kongs ganz klar im Vordergrund, aber leider kann ich es für Euch nicht gebührend einfangen.

Oh, ganz Eindrücklich war übrigens auch die Fahrt vom Flughafen nach Kowloon  bei meiner Ankunft vor einer Woche, ebenfalls bei Nacht: Da gleitet man auf hohen Viadukten and massiven, und doch unglaublich filligran wirkenden Hafen- und Industrieanlagen vorbei, die wirken als würde man über Coruscant - dem Hauptstadtplaneten des galaktischen Imperiums aus Star Wars - fliegen, vorbei an wahren Klippen bestehend aus Wolkenkratzern, über lange Flüsse aus hunderten kleinen, aus Autos bestehenden Lichtpunkten.

Und dann!

Ja dann kommt man im Herzen von Hong Kong / Kowloon an und sieht die bekannten Wahrzeichen der Fernostmetropole zum ersten Mal in echt...








Hm, blass, wie's hier rüberkommt, sorry. Stellt es Euch also einfach noch etwas lebendiger, knuspriger und plastischer vor...