Mittwoch, 23. Februar 2011

Der Herr der Koffer

Es ist ja nicht das erste Mal das ich reise. Für einen R&D-Menschen - eine Subspezies die eigentlich immer zu Hause sitzt und neue Werkzeuge und Geräte entwickeln sollte - reise ich sogar sehr viel...

Im Jahre 2009 etwa war ich auf 19 Auslandseinsätzen ganze 42.9% meiner Arbeitszeit im Ausland. Das waren immerhin 35.8% des Jahres. Und dabei wurden auch noch 12 Wochenenden zumindest angeknickt. Da hab ich schon mal scherzhaft auf die Frage, wo ich denn meine nächsten Ferien geplant habe, mit "irgend etwas neues, exotisches, was ich nicht kenne - vielleicht Schweiz!" geantwortet.

Das folgende Jahr 2010 wurde dann etwas ruhiger: "bloss" noch 26.2% der Arbeitstage und 16.3% des ganzen Jahres verbrachte ich für die Firma im Exil, und es wurden auch nur noch 8 Wochenenden davon tangiert.

Das waren fast gleichviel Missionen wie 2009 (nämlich 17), aber halt jeweils etwas kürzer: Hach, sie werden so schnell erwachsen, die Kunden! *TränchenDesStolzesRausdrück*

Dieses Jahr waren es auch schon 4 Einsätze und ganze 64.6% der bisherigen Arbeitstage: Paris, Lyon, Lyon, Solingen. Und Hong Kong coming up!

Imposant sind auch die Strecken die ich bisherfür die Bude zurückgelegt habe: 2009 bin ich 21'350km, letzes Jahr 18'300km und heuer bisher 2'600km mit den Geschäftsautos (und einem KIA...) unterwegs gewesen. Ganze 42'250 Kilometer - ich bin also schon um die ganze Welt gefahren! Sogar noch ein bisschen weiter!!! Dabei habe etwa gleichviel Diesel und Benzin verbraten wie damals Kerosin bei meinem Hunterflug, nämlich etwa 3500 Liter. Irgendwie hat letzteres aber mehr Spass gemacht...

Speziell bewusst wieviel man reist wird einem vor allem auch wenn man das Thema Koffer betrachtet: ich habe bei mir drei Stück immer parat, je nach Dauer des Aufenthalts halt klein, mittel oder gross (plus jeweils Laptop/Dokumente-Koffer und je nach dem auch eine von zwei Werkzeug-Kisten). Dazu kommen oft noch kiloweise Schokolade, Snacks, Ladegeräte und so Zeugs.

Ehrlich, es lohnt sich gar nicht den ganzen Karsumpel nach der Wäsche jeweils in den Schrank zu räumen! Besser gerade zurück in den Koffer. Oder den anderen. oder doch diesen? Naja, Textil-Tetris halt.

Irgendwann weiss man ja was man braucht und was nicht. So kann man sich in meinem Entrée aktuell vor lauter Koffer kaum bewegen!

Dieses Mal wird es speziell lustig: Personal Stuff für 2 1/2 Wochen in der Fremde UND ich muss im Koffer auch noch etwas Werkzeug, ein paar Ventile, etwas Kabel, Schlauch und eine oder sogar zwei über 3kg schwere Aluplatten plus Kleinteile mitnehmen. Bei einer Gepäcklimite von 20kg bei der Swiss. Ich glaube
ich bräuchte eher 'ne Antonov oder wenigstens 'nen C-17 oder so. Ich hoffe die Typen an den Flughäfen a) verhaften mich nicht, b) lassen mich ins Flugzeug, c) lassen mich am Zielort auch wieder aus dem Flughafen raus...

Also. Was brauchen wir denn dieses Mal: Package "Big" für Temperatur-Range "Spring" (15-25°C), Electronics-Suite "Multirole" (2 Ladegeräte, Laptop, DigiCam, EBook-Reader, Steckdosen-Adapter, MP3-Player, CardReader). Special Equipment: Adressen für Postkarten, Messwerkzeug für T-Shirts für die Nichten, ein, zwei Sackmesser als Souvenirs, etwas Toblerone, Sonnebrille, Werkzeug und Installationsmaterial...

Ich glaube jetzt könnte ich wirklich einen Kofferträger gebrauchen.

Anyone?


Auslegeordnung...

Edit: also es waren total genau 29.4kg Gerümpel...

1 Kommentar:

Exploramus hat gesagt…

Ich bin zu spät um mich für die Stelle zu bewerben, oder? Sniff