Sonntag, 6. März 2011

No Strings attached...

Nun, hier mal ein kleiner, leicht nachdenklicher bis fast provokativer Textbeitrag aus dem Fernen Osten.

(Insider-Intermezzo: Ihr wisst ja auch woran man merkt das es wirklich "Ferner Osten" ist, ja? Die etwas näher gelegene Gegend würde man "Sehr naher Östen" nennen... Hahahaha!!!   Umm. Sorry.)

Was sieht man so wenn man abends durch die Strassen von Kowloon schlendert?

Natürlich Tonnen von Leuchtreklamen in verschiedenen Farben und in Englisch und Mandarin. Da hats auch ein paar ganz nette darunter: Bei "Woo Ping" muss ich immer an Monthy Pythons "Knights-who say-Ni!" denken und schmunzeln, und verbissen suche ich noch nach einem Shop namens "Fook Yu" oder sowas in der Art. "Luk Fook" gibts wirklich, bietet übrigens aber keine Peepshows an sondern ist eine grosse Schmuckladen-Kette...

Es gibt natürlich auch sehr viele Uhren- und Schmuckshops mit den für uns bekannter tönenden Helvetischen Marken, aber auch Kosmetikläden und so zieren sich mit Matterhörnern, Armbrüsten und Swiss-Siegel. Habt Ihr gewusst dass es sogar eine Schuhmarke Swiss gibt?!? Oh, Bally gibt's natürlich an der Nathan-Road auch, und wirkt ziemlich nobel und schicki-micki. Naja.

Was rund 50% der Trottoirgemeinschaftsmitglieder will ist mir entweder einen Schneider oder eine Fussmassage andrehen (ob  dabei die Füsse massiert werden sollen oder mit Füssen massiert wird ist mir ehrlich gesagt nicht sooo ganz klar...) - das muss ja nicht sein.

Aber nach langem, belanglosem Kreisen nun zum eigentlichen Thema: Stadtmenschen...

In einem Star Wars-Roman von Aaron Alston hab ich mal eine Zeile gelesen die mir hier in Hong Kong immer wieder in den Sinn kommt. Dabei ging es um die Bewohner von Coruscant - die Nerds kenne dies als den Zentralplaneten des galaktischen Imperiums und einem Planeten der ausschliesslich aus Stadt besteht (ich hab in einem vorherigen Beitrag schon kurz drauf angesprochen...) - und beschreibt wie die Bewohner ob der opressiven, alles überwuchernder Architektur immer sehr gedrungen und paranoid wirken. Völlig entkoppelt von der Natur halt.

Hier in Hong Kong fallen mir immer wieder die vielen Chinesinnen auf, die genau in dieses Schema passen. Chinesen natürlich auch, aber die fallen mir verständlicherweise weniger auf, hehe.

Also das aktuelle Schönheitsideal hier in Hong Kong scheint schwer auf der Seite mager und überschminkt zu liegen. Immer sehr modisch und oft schrill -  und trotzdem audruckslos zurückgezogen. So wirken diese - zugegebenermassen auch attraktiven - Damen wie traurige Marionetten, deren Fäden durchgeschnitten wurden.

Scheint das von aussen nur so? Interpretiere ich das als Aussenstehender einfach völlig falsch? Sind deas nun Unterschiede zwischen Stadt und Land? Ost, West? Alt, Jung?

Ich weiss es nicht, muss mich aber mal achten ob es mir anderswo auch so sehr auffällt.

Ok! Das war's! Als nächstes gibts dann wieder was mit Bildern!

2 Kommentare:

Exploramus hat gesagt…

Der Blick eines Adlers, das kann ich dir sagen.

Ich freue mich nicht nur über deine Einträge hier... Ich freue mich auch besonders darauf, in Irland mit dir gemeinsam zu bloggen!

Knuddels!

PS: Lass dir doch mal die Füsse massieren... oder dich mit Füssen massieren... oder dir die Füsse mit den Füssen massieren.

Anonym hat gesagt…

Also, wenn ich dich wär, würd ich mier sicher e mal d'füess massiere la. oder no besser, chasch der ja au en ganz körpermassage la mache. das entspannt dich sicher super hi hi.
Liebi grüessli
Annemarie